Einbeck, Germany
October 15, 2009
The new European Seed Association (ESA) president, Dr. Christoph Amberger, has been started on his way with an extensive new work package at this year’s general assembly of the umbrella organization of Europe’s seed business: the establishment of a pan-European quality assurance system in the field of seed technology, the further development of the intellectual property rights system for plant breedings and urgently needed regulations in green genetic engineering. Dr. Christoph Amberger (Executive Board member of KWS SAAT AG) was unanimously elected chairman of the ESA as the successor to François Desprez. His term of office is three years.
“The key words treatment of seeds, patents and genetic engineering have been shaping the course of discussion in European agriculture for many months, especially in the field of plant breeding. Therefore, these are logically the most important task areas for me to focus on during my time as president of the ESA,” says Christoph Amberger in an initial statement after the election. The treatment of seeds is the most environmentally friendly form of plant protection in agriculture, which has come under discussion due to individual instances of unintended abrasion which releases plant protection agents into the environment. “This is why I consider one of my initial tasks to be the establishment of a pan-European quality assurance system in the field of seed treatment technology, in order to safeguard this environmentally friendly form of plant protection for the future,” Dr. Amberger says.
In the future, plant variety protection (PVP) rights should remain the main instrument for promoting investments in the field of research and development. But extensions need to be made here in order to ensure that both the use of modern technologies in plant breeding as well as progress in breeding will continue as they have thus far in the future. This progress has already begun to slow down with certain crops, such as wheat, for instance.
The need for action is greater in the field of green genetic engineering: “Without any thresholds for food and feed as well as for seeds in particular, great strains will be put on the European agriculture and seed business. It is essential that this is prevented in order to reinforce the ability to compete in Europe,” Christoph Amberger emphasizes. Here, the ESA will continue to put a lot of pressure on the parties in charge at both an European and a national level.
The president of the ESA sees an effective and highly competitive European seed business as being a decisive prerequisite for ensuring sufficient and high-quality food and feed production as well as using plants as a renewable resource for the future under the difficult conditions of climate change. The ESA will undertake everything it can to make a decisive contribution toward the achievement of these objectives.
Volles Programm für die nächsten drei Jahre: Christoph Amberger ist neuer Präsident der European Seed Association
Ein umfangreiches Arbeitspaket wurde dem neuen Präsidenten der European Seed Association (ESA) Dr. Christoph Amberger in der diesjährigen Generalversammlung des Dachverbandes der Europäischen Saatgut-wirtschaft mit auf den Weg gegeben: Etablierung eines europaweiten Qualitätssicherungssystems im Bereich der Saatguttechnologie, Weiterentwicklung des Schutzrechtssystems für Pflanzensorten und dringend erforderliche Regelungen in der Grünen Gentechnik. Als Nachfolger von François Desprez ist Dr. Christoph Amberger (Vorstandsmitglied der KWS SAAT AG) einstimmig zum Vorsitzenden der ESA gewählt worden. Seine Amtszeit beträgt drei Jahre.
„Die Stichworte Beizung, Patente und Gentechnik bestimmen seit vielen Monaten die Diskussion in der europäischen Landwirtschaft und speziell im Bereich der Pflanzenzüchtung. So sind dieses logischerweise die wichtigsten Aufgabenfelder, um die ich mich in der Zeit meiner ESA-Präsidentschaft zu kümmern habe“, so Christoph Amberger in einer ersten Stellungnahme nach der Wahl.
Die Beizung von Saatgut ist die umweltfreundlichste Form des Pflanzenschutzes in der Landwirtschaft, die durch einzelne Fälle von unbeabsichtigtem Abrieb und damit Freisetzung von Pflanzenschutzmitteln in die Umwelt ins Gerede gekommen war. „Eine meiner ersten Aufgaben sehe ich deshalb in der Etablierung eines europaweiten Qualitätssicherungssystems im Bereich der Saatguttechnologie, um diese umweltfreundliche Form des Pflanzenschutzes auch für die Zukunft zu sichern“, so Dr. Amberger.
Beim Schutzrechtssystem für Pflanzensorten soll auch für die Zukunft das Sortenschutzrecht das wesentliche Instrument zur Förderung von Investitionen im Bereich der Forschung & Entwicklung bleiben. Hier sind jedoch Erweiterungen vorzunehmen, um die Anwendung moderner Technologien in der Pflanzenzüchtung und einen Züchtungsfortschritt wie bisher auch für die Zukunft sicherzustellen. Dieser sei bei einzelnen Kulturpflanzenarten wie beispielsweise Weizen bereits ins Stocken geraten.
Im Bereich der Grünen Gentechnik ist großer Handlungsbedarf gegeben: „Ohne Schwellenwerte für Lebens- und Futtermittel sowie insbesondere für Saatgut werden hohe Belastungen auf die europäische Land- und Saatgutwirtschaft zukommen, was es zur Stärkung der europäischen Wettbewerbsfähigkeit zu verhindern gilt“, betont Christoph Amberger. Hier wird die ESA weiterhin mit großem Nachdruck auf die europäischen und nationalen Verantwortlichen in Politik und Verwaltung einwirken.
Eine schlagkräftige und wettbewerbsstarke europäische Saatgutwirtschaft ist aus Sicht des ESA-Präsidenten eine entscheidende Voraussetzung, um unter den erschwerten Bedingungen des Klimawandels auch für die Zukunft eine ausreichende und qualitativ hochwertige Sicherung der Nahrungs- und Futtermittelproduktion sowie die Nutzung von Pflanzen als nachwachsender Rohstoff sicherstellen zu können. Die ESA wird alles unternehmen, um zur Erreichung dieser Ziele entscheidend beitragen zu können.