Bonn, Germany
April 25, 2006
Deutschlands Landwirtschaft im internationalen Vergleich
Die Erträge in der deutschen
Landwirtschaft konnten in den letzten Jahrzehnten stetig
verbessert werden. Auch im internationalen Ver-gleich zeigen
sich laut Professor Dr. Folkhard Isermeyer,
Bundesforschungsanstalt für Landwirtschaft (FAL) in
Braunschweig, die Stärken des Agrarstandorts Deutschland.
Besonderen Augenmerk legte er bei seinen neuesten Erhebungen auf
die Weizenerträge: Die deutschen Landwirte ernteten 2004 fast
dreimal so viel Weizen pro Hektar wie zum Beispiel ihre Kollegen
in den USA oder Australien.
Der Weizenertrag konnte in den letzten Jahrzehnten in
Deutschland kontinuierlich gesteigert werden. Lagen die Erträge
1970 noch bei knapp 40 dt/ha, so konnten Ende der Achtzigerjahre
bereits über 60 dt/ha geerntet werden. 2004 wurde sogar die 80
dt/ha-Marke über-schritten.
Im Gegensatz dazu stehen Agrarländer wie Argentinien, Kanada,
USA, Brasilien oder Australien. Dort wurden 2004 pro Hektar
zwischen knapp 20 (Australien) und knapp 30 Dezitonnen (USA)
geerntet.
Auch bei den Ertragssteigerungsraten führt Deutschland die Liste
an: Während die oben genannten Länder zwischen 1970 und 2004
ihren Ertrag im Durchschnitt um 50 Prozent steigern konnten,
haben sich in Deutschland im gleichen Zeitraum die Erträge mehr
als verdoppelt.
Über die Hälfte der jährlichen Ertragssteigerungen ist heute auf
die Fortschritte in der Pflanzenzüchtung zurück zuführen. Bevor
Saatgut einer definierten und leistungsfähigen Sorte produziert
und vertrieben werden kann, ist jahrelange Züchtungs- und
Prüfungsarbeit erforder-lich. Züchtungsziele wie
Ertragssteigerungen, Verbesserung von Re-sistenzen oder die
Verarbeitungsqualität werden dabei klar definiert. Für die
Landwirte bedeutet Züchtungsfortschritt konkret eine
Verbes-serung der Sorteneigenschaften wie Standfestigkeit,
Winterhärte und Auswuchsfestigkeit sowie der
Krankheitsresistenzen oder der Toleran-zen gegenüber
Stressfaktoren.
Mit Zertifiziertem Saatgut können Landwirte direkt auf den
aktuellen Züchtungsfortschritt zugreifen. Denn neben den hohen
gesetzlich ge-forderten Qualitäten bietet Z-Saatgut zusätzlich
verlässliche Informati-onen zu den Sortenleistungen und damit
Sicherheit und Planbarkeit bei Aussaat, Kulturführung, Ernte und
Vermarktung. Zudem ist ein vollständiger Qualitätsnachweis und
damit Rückverfolgbarkeit möglich. Z-Saatgut stellt somit ein
hochwertiges, modernes Betriebsmittel für einen wirtschaftlichen
und zukunftsorientierten Getreideanbau dar. |